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Motsi Mabuse: Die Frau hinter dem Lächeln, das eine ganze Nation bewegt
Motsi Mabuse ist eine der bekanntesten Tanzpersönlichkeiten im deutschsprachigen Raum – und weit darüber hinaus. Die am 11. Dezember 1980 in Pretoria, Südafrika, geborene Tänzerin, Jurorin und TV-Persönlichkeit hat sich in zwei Ländern gleichzeitig eine loyale Fangemeinde aufgebaut: in Deutschland durch ihre langjährige Präsenz bei Let’s Dance auf RTL, und in Großbritannien als festes Jurymitglied bei Strictly Come Dancing auf der BBC. Was sie von anderen Prominenten des Showgeschäfts unterscheidet, ist keine Marketingstrategie – es ist echte Substanz.
Kindheit in Pretoria, Aufbruch nach Deutschland
Motsi Mabuse wuchs in Pretoria in einer Mittelklassefamilie auf, in der Bewegung von klein auf eine Sprache war. Ihr Vater Enoch und ihre Mutter Dudu förderten den Tanz von Beginn an. Dass ihre jüngere Schwester Oti Mabuse denselben Weg einschlagen würde, deutete sich früh an – die Familie atmete Rhythmus.
Mit Anfang zwanzig zog Motsi nach Deutschland, eine Entscheidung, die ihr Leben grundlegend verändern sollte. Sie trainierte intensiv im Bereich Latein- und Standardtänze, sammelte nationale wie internationale Wettkampferfahrung und etablierte sich im hart umkämpften europäischen Turniertanzsport. Ihre Vizeweltmeisterschaft im Lateintanzen war kein Zufallstreffer, sondern das Ergebnis jahrelanger Disziplin, die im deutschen Tanzumfeld ihresgleichen suchte.
Let’s Dance: Von der Tanzfläche in den Jurorenstuhl
Den deutschen Fernsehzuschauern begegnete Motsi Mabuse zunächst als Profitänzerin bei Let’s Dance – dem deutschen Pendant zu Strictly Come Dancing. Die RTL-Show, die seit 2006 auf Sendung ist, machte sie einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Ihr Charisma auf dem Parkett war unübersehbar, ihre technische Präzision respekteinflößend.
Der Wechsel auf den Jurorenstuhl markierte einen Wendepunkt. Als Jurorin bei Let’s Dance brachte sie eine Direktheit mit, die im deutschen Fernsehen selten ist: wohlwollend, aber ohne die übliche Weichspülerei. Ihre Kritiken sind analytisch, immer nachvollziehbar, nie destruktiv. Genau das machte sie zur Publikumsliebling über alle Altersgruppen hinweg.
Strictly Come Dancing: Das britische Abenteuer
Im Jahr 2019 folgte der nächste große Schritt – und der war international. Die BBC verpflichtete Motsi Mabuse als neue Jurorin bei Strictly Come Dancing, wo sie neben Len Goodman (bis zu seinem Tod 2023), Craig Revel Horwood und Shirley Ballas Platz nahm. Ihr Debüt in der britischen TV-Landschaft war alles andere als ein stilles Ankommen.
Britische Medien feierten sie für ihre Ehrlichkeit, ihre Wärme und ihren unverstellten Humor. Gleichzeitig hielt sie an ihrer deutschen TV-Verpflichtung fest – ein Spagat zwischen zwei Ländern, zwei Sendeterminen, zwei Produktionswelten, den sie mit einer Selbstverständlichkeit meistert, die viele Beobachter verblüfft. Dass sie dabei noch Mutter ist und ein Privatleben führt, das sie bewusst schützt, macht die Leistung umso beeindruckender.
Ehe, Familie und das Leben abseits der Kameras
Motsi Mabuse war in erster Ehe mit dem deutschen Tänzer Timo Kulczak verheiratet. Die Scheidung verlief ohne öffentliches Drama. Heute ist sie mit dem ukrainischstämmigen Tänzer Evgenij Voznyuk liiert, den sie 2017 heiratete. Im selben Jahr kam ihre Tochter Everdeen zur Welt – ein Name, der für sich spricht und der Familie eine neue Achse gibt.
Über ihr Privatleben spricht Motsi Mabuse dosiert, aber offen. Sie hat kein Problem damit, über Erschöpfung, Selbstzweifel oder die Herausforderungen des internationalen Pendellebens zu reden. Das macht sie glaubwürdig – in einer Branche, in der Inszenierung oft mehr wiegt als Substanz.
Motsi Mabuse als Role Model: Mehr als Glamour
Was bei näherer Betrachtung auffällt: Motsi Mabuse nimmt gesellschaftliche Verantwortung ernst. Sie spricht über Rassismus – offen und ohne Ausweichen. Als schwarze Frau, die im deutschen und britischen Mainstream-Fernsehen eine der gefragtesten Persönlichkeiten geworden ist, navigiert sie in einem Umfeld, das strukturell nicht immer einfach ist.
Sie hat öffentlich erklärt, dass sie Erfahrungen mit Diskriminierung gemacht hat – und dass das keine Entschuldigung ist, sondern Realität. Gerade in der Post-Black-Lives-Matter-Debatte war ihre Stimme in Deutschland eine, die nicht weggehört werden konnte. Nicht weil sie laut war, sondern weil sie präzise war.
Hinzu kommt ihre Rolle als Botschafterin für das Tanzhandwerk selbst. In einer Zeit, in der Reality-TV oft oberflächlicher wird, steht Motsi Mabuse für das Gegenteil: für Technik, Geschichte, Körperbeherrschung und emotionalen Ausdruck als gleichwertige Elemente.
Karriere-Highlights im Überblick
| Jahr | Meilenstein |
|---|---|
| 2006 | Erste Teilnahme als Profitänzerin bei Let’s Dance (RTL) |
| ~2011 | Wechsel zur Jurorin bei Let’s Dance |
| 2017 | Heirat mit Evgenij Voznyuk; Geburt der Tochter Everdeen |
| 2019 | Jurorin bei Strictly Come Dancing (BBC) |
| 2020–heute | Doppelpräsenz im deutschen und britischen Fernsehen |
Die Schwester im Schatten – oder im Rampenlicht?
Oti Mabuse, Motsis jüngere Schwester, ist ebenfalls Tänzerin und Jurorin – sie saß zeitweise bei Dancing on Ice in der Jury und moderierte eigene Formate. Die beiden Schwestern stehen nicht in Konkurrenz, wie Motsi in Interviews immer wieder betont – sie bewundern sich gegenseitig. Dass zwei Töchter einer südafrikanischen Familie das britische und deutsche Fernsehen gleichzeitig prägen, ist eine Geschichte, die für sich erzählt werden müsste.
Was sie für die Zukunft plant
Motsi Mabuse hat angedeutet, dass Moderationsformate, Bücher und eigene Produktionsprojekte auf ihrer inneren Agenda stehen. Ob und wann sie Let’s Dance oder Strictly verlassen wird, ist offen. Sie wirkt nicht wie jemand, der Abschied plant – eher wie jemand, der weiß, dass das Beste noch kommt.
Ihr Stil hat sich verändert: früher mehr Tänzerin auf der Bühne, heute eine Persönlichkeit, die auch hinter der Kamera gestalten will. Das ist kein Rückzug – das ist Entwicklung.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Woher kommt Motsi Mabuse ursprünglich?
Motsi Mabuse wurde am 11. Dezember 1980 in Pretoria, Südafrika, geboren. Sie zog als junge Erwachsene nach Deutschland, wo sie ihre Profikarriere als Turniertänzerin aufbaute und später zur TV-Persönlichkeit wurde.
Ist Motsi Mabuse mit Oti Mabuse verwandt?
Ja, Motsi und Oti Mabuse sind leibliche Schwestern. Beide sind erfolgreiche Tänzerinnen und TV-Persönlichkeiten, die unabhängig voneinander internationale Karrieren in Deutschland und Großbritannien aufgebaut haben.
Seit wann ist Motsi Mabuse Jurorin bei Strictly Come Dancing?
Motsi Mabuse stieß 2019 als Jurorin zur BBC-Produktion Strictly Come Dancing. Seitdem ist sie festes Mitglied der Jury und pendelt regelmäßig zwischen den Dreharbeiten in Großbritannien und ihren Verpflichtungen bei Let’s Dance in Deutschland.
Hat Motsi Mabuse Kinder?
Motsi Mabuse hat eine Tochter namens Everdeen, die 2017 zur Welt kam. Sie ist mit dem Tänzer Evgenij Voznyuk verheiratet, den sie ebenfalls 2017 heiratete.
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