Holger Stockhaus ist ein deutscher Schauspieler, Jahrgang 1973, der als Bestatter Wolfgang Habedank in der ZDF-Krimireihe „Friesland“ ein Millionenpublikum erreicht und mit „Sketch History“ sowie „Der Tatortreiniger“ gleich mehrere Comedy- und Fernsehpreise eingesammelt hat. Ausgebildet an der Westfälischen Schauspielschule in Bochum, hat er sich über drei Jahrzehnte zwischen großen Stadttheatern und Fernsehrollen einen Namen als wandlungsfähiger Charakterdarsteller gemacht. Wer seinen Werdegang kennt, versteht schnell, warum Regisseure wie Sebastian Hartmann oder René Pollesch immer wieder mit ihm arbeiten.
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Holger Stockhaus: Herkunft, Ausbildung und der Weg auf die Bühne
Geboren wurde er am 8. März 1973 in Hannover, mitten in Niedersachsen. Statt eines geraden Wegs ins Rampenlicht entschied er sich für die klassische Route der deutschen Sprechbühne: Von 1994 bis 1998 durchlief er seine Ausbildung an der Westfälischen Schauspielschule in Bochum, einer der traditionsreichsten Kaderschmieden des Ruhrgebiets. Diese Jahre legten den Grundstein für ein Repertoire, das von antiken Stoffen über Shakespeare bis zu zeitgenössischen Autoren reicht.
Erste Engagements zwischen Ruhrgebiet und Nordhessen
Nach dem Abschluss folgten feste Verpflichtungen am Schauspielhaus Bochum, am Deutschen Theater Göttingen und am Staatstheater Kassel. Diese frühen Stationen waren keine bloßen Durchlaufposten, sondern das Trainingsfeld, auf dem er sein Handwerk an klassischen und modernen Stücken schärfte, bevor größere Bühnen auf ihn aufmerksam wurden.
Die Theaterstationen, die seine Karriere prägten
Im Laufe der 2000er-Jahre führte ihn sein Weg an einige der profiliertesten Häuser des Landes: das Centraltheater Leipzig, das Maxim Gorki Theater Berlin, das Schauspiel Frankfurt, die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und das Schauspiel Stuttgart. Seit 2015 arbeitet er freischaffend und ist seitdem regelmäßig am Deutschen Theater Berlin sowie am Schauspielhaus Hamburg zu erleben.
Besonders eng ist seine künstlerische Zusammenarbeit mit Regisseur Sebastian Hartmann, mit dem ihn zahlreiche Produktionen verbinden – zuletzt 2023 mit „Die Traumnovelle“ am Schauspiel Frankfurt. Daneben stand er unter der Regie von Armin Petras, Martin Laberenz, Milan Peschel, René Pollesch, Herbert Fritsch und Stephan Kimmig auf der Bühne und wirkte unter Karin Beier in Rainald Goetz‘ „Reich des Todes“ mit.
| Jahr | Station oder Meilenstein |
|---|---|
| 1973 | Geboren am 8. März in Hannover |
| 1994–1998 | Schauspielausbildung an der Westfälischen Schauspielschule Bochum |
| Ende 1990er | Erste Engagements am Schauspielhaus Bochum, Deutschen Theater Göttingen und Staatstheater Kassel |
| 2000er | Stationen am Centraltheater Leipzig, Maxim Gorki Theater Berlin, Schauspiel Frankfurt, Volksbühne Berlin und Schauspiel Stuttgart |
| 2009 | Kinofilm „Liebe Mauer“ (int. Beloved Berlin Wall) |
| 2010/2011 | Comedypreis und Deutscher Fernsehpreis für „Ladykracher“ |
| 2013 | Grimme-Preis und Jupiter-Preis für „Der Tatortreiniger – Schottys Kampf“ |
| 2014 | Einstieg als Bestatter Wolfgang Habedank in „Friesland“ |
| 2015 | Wechsel in die Freischaffung |
| 2016–2018 | Drei Comedypreise in Folge für „Sketch History“ |
| 2023 | „Die Traumnovelle“ am Schauspiel Frankfurt unter Regie von Sebastian Hartmann |
Fernsehen und Film: Vom Tatortreiniger bis Friesland
Seinen größten Sprung in die Fernsehunterhaltung schaffte er über die preisgekrönte Tatortreiniger-Folge „Schottys Kampf“, die 2013 sowohl mit dem Grimme-Preis als auch mit dem Jupiter-Preis ausgezeichnet wurde. Kurz darauf übernahm er die Rolle des Bestatters Wolfgang Habedank in „Friesland“, der ZDF-Krimireihe rund um Ostfriesland, die ihn seither als feste Nebenfigur einem breiten Publikum vertraut gemacht hat.
Parallel dazu etablierte er sich in der Sketch-Comedy: Im Ensemble von „Ladykracher“ rund um Anke Engelke gehörte er zum Team, das 2010 und 2011 mit Comedypreis und Deutschem Fernsehpreis geehrt wurde. Mit „Sketch History“ setzte er diese Erfolgsserie fort und holte zwischen 2016 und 2018 drei Jahre in Folge den Comedypreis in der Kategorie „Beste Sketchcomedy“. Auftritte in der „heute-show“, im Kinofilm „Liebe Mauer“ sowie in Produktionen wie „Wuff“ und „Think Big!“ runden sein Fernseh- und Filmschaffen ab.
Auszeichnungen im Überblick
2018: Comedypreis „Beste Sketchcomedy“ für Sketch History
2017: Comedypreis „Beste Sketchcomedy“ für Sketch History
2016: Comedypreis „Beste Sketchcomedy“ für Sketch History
2013: Grimme-Preis für „Der Tatortreiniger – Schottys Kampf“
2013: Jupiter-Preis für „Der Tatortreiniger – Schottys Kampf“
2011: Comedypreis und Deutscher Fernsehpreis für „Ladykracher“
2010: Comedypreis für „Ladykracher“
Wer ist der Mensch hinter den Rollen?
Abseits der Kameras lebt er in Frankfurt am Main und bringt mit 185 Zentimetern, blondem Haar und blauen Augen eine markante Bühnenpräsenz mit. Als Mitglied des Bundesverbands Schauspiel e.V. (BFFS) ist er auch berufspolitisch in der deutschen Schauspielbranche verankert.
Sein wohl größtes handwerkliches Kapital ist die Bandbreite an Dialekten, die er beherrscht: Ruhrpott, Hessisch, Berlinerisch, Sächsisch, Schwäbisch, Bayerisch, Kurpfälzisch und Norddeutsch. Dazu kommen Fremdsprachenkenntnisse in Englisch, Französisch und Schwedisch – eine Kombination, die ihn für Regionalproduktionen aus fast jeder deutschen Ecke castbar macht.
Vielseitigkeit als Markenzeichen
Abseits der Bühne ist er zertifizierter PADI Advanced Open Water Diver, besitzt einen Motorradführerschein der Klasse A und einen Sportbootführerschein für die See. Diese Vielseitigkeit außerhalb des Berufs spiegelt sich in seiner künstlerischen Arbeit: Er bewegt sich mit gleicher Selbstverständlichkeit zwischen Regietheater an der Volksbühne, ernster Krimidramaturgie in „Friesland“ und ausgelassener Sketch-Comedy.
Warum Holger Stockhaus auch aktuell gefragt bleibt
Dass er zwischen Hochkultur und Publikumsunterhaltung pendelt, ohne an Glaubwürdigkeit zu verlieren, macht ihn zu einer Ausnahmefigur der deutschen Schauspiellandschaft. „Friesland“ hält ihn im ZDF-Hauptabendprogramm präsent, während seine Bühnenarbeit am Deutschen Theater Berlin und am Schauspielhaus Hamburg ihn für Regisseure der freien und institutionellen Theaterszene interessant hält. Diese doppelte Verankerung – seriöses Charakterfach auf der einen, Publikumslieblinge in Comedyformaten auf der anderen Seite – ist im deutschen Ensembletheater eher selten und erklärt, warum Produktionsteams ihn seit Jahren gezielt anfragen.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Wie alt ist Holger Stockhaus und wo wurde er geboren?
Er kam am 8. März 1973 in Hannover zur Welt.
Welche Rolle spielt Holger Stockhaus in Friesland?
Er verkörpert in der ZDF-Krimireihe „Friesland“ den Bestatter Wolfgang Habedank, eine der festen Nebenfiguren der Serie.
Für welche Auszeichnungen wurde Holger Stockhaus geehrt?
Er erhielt unter anderem den Grimme-Preis und den Jupiter-Preis 2013 für „Der Tatortreiniger – Schottys Kampf“ sowie drei Comedypreise in Folge zwischen 2016 und 2018 für „Sketch History“.
Wo kann man Holger Stockhaus derzeit auf der Bühne sehen?
Seit seinem Wechsel in die Freischaffung 2015 tritt er unter anderem am Deutschen Theater Berlin und am Schauspielhaus Hamburg auf, zuletzt 2023 auch wieder am Schauspiel Frankfurt.
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